CSS, HTML und Javascript mit {stil}

CSS font-weight – Dicke oder Stärke der Schrift

font-weight: 100 bis 900 – von ganz dünn über fett bis ganz dick

Der mit font-weight: bold fett gesetzten Schrift geht es im Internet wie den Kapitälchen: Sie wird vom Browser dicker dargestellt – der Grafiker oder Setzer würde einen »echten« Fettschnitt lieber sehen.

So bietet die CSS-Eigenschaft font-weight zwar eine Auswahl von dünn oder mager über normal bis fett und sehr fett, aber die gewählte Schrift muss über verschiedene Schnitte in den jeweiligen Abstufungen verfügen. Bei den mitgelieferten Schriften wie Arial, Helvetica und Times ist das nicht unbedingt der Fall.

font-weight ist das Maß für die Strichbreite einer Schrift. Mit der Strichbreite gewinnt der Text eine zusätzliche Bedeutung: Innerhalb eines Textes betont eine dickere Schrift einzelne Wörter, im Design der Seite spiegelt die Strichbreite der Schrift die Hierarchie durch fett gesetzte Überschriften.

Strichbreite von eng laufender und fetter Schrift

Arial bold :Fette Schrift kann sich ganz schön dick machen

Arial Black: Fette Schrift kann sich ganz schön dick machen

Arial Narrow: Fette Schrift kann sich ganz schön dick machen

Selbst wenn auf dem Rechner des Besuchers mehr Schriftschnitte installiert sind, hätten die alten Browser diese Schnitte nicht erkannt: Sicher erkannten sie nur normal und bold als Schriftgewicht.

Hier liegen also keine unterschiedlichen Fettschnitte vor (falls die Schriften beim Besucher installiert sind), sondern echt fette Schriften:

<p style="font-family:'Arial'; font-weight: bold;">Fette Schrift kann … </p>
<p style="font-family:'Arial Black';">Fette Schrift kann … </p>
<p style="font-family:'Arial Narrow Black';">Fette Schrift kann … </p>

font-weight:bold per Farbe

Früher bliebt dem Webdesigner nur der Trick, auf Helligkeiten zur unterschiedlichen Betonung von fetten Hervorhebungen zurückzugreifen.

Fette Schrift kann sich ganz schön dick machen

Fette Schrift kann sich ganz schön dick machen

Fette Schrift kann sich ganz schön dick machen

Fette Schrift kann sich ganz schön dick machen

Mit der @font-face-Regel und ladbaren Schriften sind heute die Abstufungen möglich, die schon in CSS1 verankert waren, aber nie eingesetzt werden konnten. Vorraussetzung ist aber immer noch, dass die entsprechenden Schnitte für die Schrift vorhanden sind. Roboto von Christian Robertson aus den Google Webfonts bringt 12 Schriftschnitte mit:

<link href="https://fonts.googleapis.com/css?family=Roboto:300,400,500,700,900" rel="stylesheet">

Schrift kann sich dick und dünn machen (font-weight: 300)

Schrift kann sich dick und dünn machen (font-weight: 400)

Schrift kann sich dick und dünn machen (font-weight: 500)

Schrift kann sich dick und dünn machen (font-weight: 700)

Schrift kann sich dick und dünn machen (font-weight: 900)

Man sieht schnell, dass fette Schrift erst für große Schriftgrößen Sinn macht: font-weight: 700 und font-weight: 900 sind erst ab font-size: 2em und mehr gut lesbar.

CSS font-weight Skala 100 bis 900

font-weight
stellt die Schrift fett oder in verschiedenen Abstufungen von fett dar.
Werte
normal | bold | bolder | lighter | 100 | 200 | 300 | 400 | 500 | 600 | 700 | 800 | 900
normal
ist die Voreinstellung. Auf der numerischen Skala von 100 bis 900 wird normal üblicherweise bei 400 angesiedelt. Die Angabe normal stellt sicher, dass keine vorangegangene Deklaration die Darstellung des Textes beeinflusst.
bold
entspricht der Darstellung im <b>-Tag von HTML. Auf der numerischen Skala von 100 bis 900 ist bold üblicherweise bei 700 angesiedelt.
bolder
stellt die Buchstaben um eine Stufe fetter dar. Die Stärke der Stufen wird durch die Kombination aus Rechnerplattform und Browser bestimmt.
lighter
stellt die Buchstaben um eine Stufe feiner dar. Die Stärke der Stufe wird durch die Kombination aus Rechnerplattform/Browser bestimmt.
100 ... 900
stellt die Buchstaben in Strichbreiten von 9 Stufen dar. Je größer der Wert ist, umso fetter wird der Text dargestellt. Auf der numerischen Skala von 100 bis 900 entspricht 400 normal und 700 bold. Die Stärke der Stufen wird durch die Kombination aus Rechnerplattform und Browser bestimmt.

normal, bold, bolder und lighter

p { font-weight: normal; }
p { font-weight: bold; }
p { font-weight: bolder; }
oder
<span style="font-weight: lighter">lighter</span>
<span style="font-weight: bolder;">bolder</span>
<span style="font-weight: 100;">100 </span>

lighter normal bold bolder 100 200 300 400 500 600 700 800 900

Die feinen Schritte zwischen verschiedenen Fettschnitten sind erst durch Webfonts möglich. Schriften, die eine so große Zahl von Schnitten bieten, sind selten. Hier steckt also Roboto aus den Google Webfonts hinter den Stufen 300 bis 900.

BOLD