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Dez 2009
Video für Webseiten II: Bitrate und Auflösung
Video-DVDs haben eine feste Auflösung und eine hohe Datenrate – klar, sie sind für den Fernsehschirm gedacht und dessen Auflösung ist nun mal festgelegt.
Auf der anderen Seite kommt das Videomaterial aber in immer höherer Auflösung – die Canon EOS 7D Spiegelreflexkamera liefert bereits HD-Video in einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Das ist eine viel zu große Datenmenge auf der einen Seite und viel zu groß für die meisten Monitore.
Monitore einschätzen
Die Monitore, auf denen wir Videos im Internet ansehen, haben unterschiedliche Auflösungen. Zurzeit dürfen 1280 x 800 oder 1280 x 960 die am meisten genutzten Auflösungen sein, aber auch 1024 x 768 ist noch oft vertreten.
| 1. | 1024x768 | 7.186 | 26,70 % | ![]() | |
| 2. | 1280x1024 | 6.531 | 24,27 % | ||
| 3. | 1280x800 | 6.310 | 23,44 % | ||
| 4. | 1440x900 | 1.828 | 6,79 % | ||
| 5. | 1680x1050 | 1.096 | 4,07 % | ||
| 6. | 1152x864 | 1.063 | 3,95 % | ||
| 7. | 1280x768 | 655 | 2,43 % | ||
| 8. | 1366x768 | 495 | 1,84 % | ||
| 9. | 1280x960 | 293 | 1,09 % | ||
| 10. | 800x600 | 234 | 0,87 % |
Beim Digitalen Fernsehn wird schon mal mit der Auflösung geschummelt, um die Videodaten ohne Ruckeln und Aussetzer mit kleinen Datenraten über die Bühne zu kriegen. Dann wird nicht die TV-Auflösung von 768x567 Pixeln geliefert, sondern das Video wird klein gerechnet und dann auf dem Monitor wieder vergrößert. Das bringt zwar ein unschärferes Bild, aber wer merkt das schon?
Runterrechnen und sparen | Hochauflösende Videos sollten darum heruntergerechnet werden … natürlich je nach erwartetem Publikum.
Eine Auflösung von z.B. ~ 768 x 567 Pixel (das wäre TV-Auflösung) bringt zugleich eine große Ersparnis für die Bandbreite des Videos und brächte bereits hohe Qualität. Ob ein Video in dieser Auflösung ruckelfrei im Internet ohne große Verzögerung abgespielt werden kann, ist allerdings eine offene Frage, die stark vom System des Betrachters abhängt und gleichzeitig von der Art des Bildmaterials.
Darum sehen wir meistens noch geringere Auflösungen im Internet. Vielfach werden die Filme auf eine deutlich geringere Auflösung heruntergerechnet und dann wieder in größerer Auflösung abgespielt. Das bringt zwar einen Qualitätsverlust mit sich –– aber wer merkt das schon?
Datenrate und Bandbreite
Das digitale Fernsehn gönnt uns 12 Mbit/s. Allerdings nutzen die Sender diese Bandbreite meist für vier Kanäle …
ups. Da bleiben nur rund 2,5 bis 3,5 Mbit/s pro Kanal. Da wird noch ein wenig geschoben, denn die Sendung »Der Tierdoktor kommt« enthält vielleicht nur wenig Bewegung und kriegt nur 2,5 Mbit/s, aber Fußball hat schnelle Bilder und braucht eine höhere Bandbreite.
Wie groß der Film in Hinsicht auf die Dateigröße ist, ist im Grunde genommen uninteressant, denn das Video muss ja nicht erst komplett zum Betrachter geliefert werden. Video wird in kleinen Häppchen zum Besucher transportiert und kann bereits anlaufen, während es noch übertragen wird.
Wichtig ist die Datenrate oder Bitrate. Im Allgemeinen gilt: Je höher die Datenrate, desto besser ist auch die Qualität, desto größer wird auch die Datei. Dabei legt man eine Datenrate fest, die auf das Equipement der potentiellen Betrachter ausgerichtet ist.
Video in DVD-Qualität | Die Datenrate ist eine der wichtigsten Stellschrauben für Video im Internet. Eine DVD wird mit ~ 9MBit/p abgespielt, damit der Film in hoher Qualität auch bei schnellen Szenen ruckelfrei abgespielt werden kann.
Beste Video-Qualität im Internet? | Das schaffen wir mit Videos im Internet (noch) nicht. Für Internet-Wählverbindungen muss die Datenrate eng begrenzt werden. So 1-2 MBit/s können wir dem Video gönnen, wenn wir davon ausgehen, dass heute fast alle eine schnelle DSL-Anbindung zur Verfügung haben. Einige Codecs erlauben eine Datenrate, die in einem Bereich von oben nach unten variieren darf (z.B. H.264).
Wie gut das Video im Internet aussieht, hängt jetzt davon ab, wie gut die Bandbreite zum Besucher ist und wie schnell die Videobilder sind.
Software zum Konvertieren und Transcodieren von Videos
Moyea FLV Editor Lite 1.1.1.835
ffmpegx ist ein freier Video-Konverter für Mac OS X. Zusätzlich müssen mencoder und mplayer binaries sowie mpeg2enc binary installiert werden.
Video in HTML-Seiten einbetten
Ohne Javascript, mit validem HTML, lassen sich Videos mit dem object-Tag in Webseiten einsetzen.

