Video für Webseiten

Generell muss jedes Video für das Abspielen auf einer Webseite im Internet vorbereitet werden: Speicherformat, Codecs, Auflösung und Bitrate sind die vier Parameter für Video im Internet.

Die Frage nach dem besten Video-Format, dem besten Codec oder der optimalen Bitrate erübrigt sich im Internet: Hier wird das genommen, was die Browser und die Internetverbindung hergeben.

Zurzeit ist Flash-Video immer noch das sicherste Format für das Internet … halt … aber der Computer ist nicht mehr das Internet. Smartphones und Tabletts nehmen inzwischen ein ansehnliches Terrain ein und erfordern Umdenken.

Auf dem iPhone und dem iPad gibt es kein Flash-Video. Ende 2011 hat Adobe das Ende der Entwicklung des Flash-Players für mobile Geräte angekündigt. Ein übergreifendes Video-Format wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Daran ändert auch HTML5 nichts.

Auf jeden Fall müssen vier Einstellungen für jedes Video im Internet getroffen werden:

Speicherformat | Ähnlich wie bei Bildern, wo man sich zwischen JPEG, GIF und BMP entscheiden muss, muss auch für das Video ein Speicherformat festgelegt werden.

Schema für Video-Formate, Bild-Formate und PDF

Videos bestehen i.d.R. aus einem Video-Track, einem oder mehreren Audio-Tracks, Untertiteln und evt. aus Metadaten wie dem Titel des Videos. Diese Tracks sind miteinander verbunden, damit Audio-Track und Untertitel immer synchron zu den gezeigten Bildern bleiben.

MP4, M4V, MOV, AVI und FLASH sind Containerformate für Videos – ähnlich wie TIF ein Container für Pixeldaten und PDF ein Container für Text und Bilder sind.

Auflösung des Videos | Zusätzlich müssen hochauflösende Videos - z.B. ein Full HD-Format mit 1920 x 1020 Pixeln – verkleinert werden. Auf der einen Seite wäre Full HD für die meisten Monitore zu groß und natürlich spart die Verkleinerung jede Menge Bandbreite.

Immerhin strebt das Video Web der HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel) entgegen.

Datenrate des Videos | Bei der Vorbereitung des Videos für das Internet wird eine Datenrate eingestellt – die erzielbare Datenrate richtet sich nach der Übertragungsleitung vom Server zum Betrachter des Videos. Für eine normale DSL-Leitung können wir z.B. eine effektive Datenrate von 1 bis 5 MBit/s annehmen, für HD-Video sollte die Datenrate 2 bis 5 MBit/s betragen.

Speicherformate für Video im Internet

Mit der Dateiendung der Videodatei können wir Videos am einfachsten identifizieren – .avi, .mov, .mp4 oder .flv. Es gibt .mp4 (MPEG 4) und .m4v (von Apple entwickeltes Videoformat, wie mp4, aber mit optionalem DRM-Kopierschutz), .flv (Flash Video), .ogv (OGG) und Google kommt mit webM.

Flash-Video (.flv) ist zwar noch immer der vorherrschende Standard, für den nahezu alle Besucher das Flash-Plugin installiert haben, aber auf dem iPhone und dem iPad wird Flash-Video nicht abgespielt.

Heute können die modernen Browser bestimmte Videoformate von Haus aus abspielen. Ältere Browser wie Internet Explorer vor Version 9 brauchen ein Plugin, z.B. das Flash-Plugin oder ein Quicktime-Plugin.

Eines Tages sind die Server sicher schnell genug, um Videos on the fly von einem Format in ein anderen zu konvertieren, aber bis dahin müssen Videos »auf Vorrat« in die gängigen Formate konvertiert werden. Ein einfaches Programm zum Konvertieren von MP4- oder MOV-Videos ins OGG ist z.B. ffmpeg2theora, zum Konvertieren von Videos in MP4 bzw. M4V ist Handbreake.

  • FLV Flash Video von Adobe Systems | Flash Video (.flv) ist ein für Webstreaming optimiertes Format. Allerdings muss im Webverzeichnis des Servers ein Shockwave-Player liegen, denn flv kann nicht direkt abgespielt werden, sondern braucht einen Shockwave-Player.
  • MP4 (MPEG-4-Dateiformat) | Standard-Containerformat für MPEG-4-ASP-/-AVC-Videostreams; basiert auf dem Quicktime-Containerformat.
  • OGV | Firefox setzt auf OGV als Video-Container.
  • webM | Google will webM als Standard für Video im Internet etablieren.
  • AVI (Audio Video Interleave) | das wahrscheinlich überflüssigste Containerformat, das wir jetzt endgültig begraben können.