Dez 2011

Eine kurze Geschichte über HTML für Webseiten

HTML entstand aus dem frommen Wunsch von Wissenschaftlern nach maschinell durchsuchbaren Texten – lange vor der Zeit von Google & Co..

Für den Aufbau von Webseiten ist nur ein einfacher Texteditor nötig, denn HTML-Seiten sind Klartext. HTML-Tags strukturieren die Inhalte des Dokuments – HTML-Tags sind ebenfalls Klartext.

Die Struktur eines Dokuments – Überschriften, Tabellen, Texte, Listen, usw. – wird durch einfache »Marker« festgelegt.

HTML
<h3>XHTML: Tenne Inhalt und Gestaltung</h3>
<p>Das <a href="http://www.w3.org/">W3C (World Wide Web Consortium)</a> … </p>
<p><strong>XHTML</strong> basiert auf strengeren Regeln als HTML und ist leichter 
   zu erweitern (E<span class="darkred;">x</span>tensible«) als HTML. </p>
<p>Auf den ersten Blick sehen sich HTML und XHTML … </p>
MS Word
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Das hatte es zuvor nie gegeben. Alle anderen Codierverfahren waren herstellerabhängig und blieben nur bestimmten Programmen vorbehalten. Aber die Idee einer einfachen Formatierungssprache ging in den frühen Jahren des Webs verloren. Unter dem Druck der Benutzer und Browserhersteller sammelten sich in HTML mehr und mehr Gestaltungselemente.

XHTML: Tenne Inhalt und Gestaltung

Das W3C (das World Wide Web Consortium verwaltet die Webstandards) setzte dem Wildwuchs die einfache Strukturierung von XHTML gegenüber.

XHTML basiert auf strengeren Regeln als HTML, ist leichter zu erstellen und zu pflegen und für Browser leichter umzusetzen. Obendrein sollte sich XHTML besser für neue Endgeräte eignen als HTML, denn XHTML ist einfach zu erweitern (darum »Extensible«).

Auf den ersten Blick sehen sich HTML und XHTML sehr ähnlich. Aber XHTML ist strenger und verlangt mehr Disziplin vom Webdesigner. Wenn aber Seiten anders aussehen als geplant, sind häufig fehlende oder falsch gesetzte HTML-Tags schuld. Dank der strengen Regeln lassen sich XHTML-Seiten prüfen oder »validieren«.

HTML5: Versuchs mal mit dem Machbaren

Aber wieder war die Standardisierung zu langsam. 2007 kam das iPhone auf den Markt und pulverisierte die Idee von einfachen XHTML-Modulen für Handys. Die Standard-Komitees haben diesen Urknall nicht einmal gehört. Smartphones und Tablets lassen den XHTML-Standard links liegen.

Im Juni 2009 entschied sich das W3C, XHTML2 nicht weiter zu verfolgen. Stattdessen heißt die Zukunft für Webseiten HTML5. HTML5 entstand aus einer Initiative von Mozilla, Opera und Apple und ist ein pragmatischer Ansatz: Evolution statt XHTML2-Revolution.

HTML5 oder XHTML?

Natürlich verarbeiten die Browser weiterhin Internetseiten, die mit dem älteren Standard angelegt wuden. Auch Internet Explorer – Sorgenkind der Webdesigner – unterstützt HTML5 ab Version 9.

HTML5 ist kein fertiger Standard. Aber HTML5 und XHTML lassen sich mischen.

Erste Adresse für die Fehlersuche – gleich ob HTML, CSS oder Javascript – in HTML-Seiten: Erst mal zum Markup Validation Service des W3C.