CSS

font-face – Schriften in Webseiten einbetten

Schriften und Lizenzen

Linotype bietet eine Schriftlizenz für die Nutzung von Schriften auf nichtgewerblichen Seiten:

Dies ist ein kleiner Schritt voran, um Webdesignern die gleiche typografische Freiheit zu geben, wie sie Print-Designer genießen.

Damit beginnt ein neues Kapitel im Web – denn wenn wir eine Schrift »kaufen«, erhalten wir tatsächlich nur das Recht, sie für bestimmte Aufgaben zu nutzen – meist nur das Recht, sie auf einem Rechner zu installieren – und dürfen sie nicht einfach verteilen.

Natürlich haben die Anbieter professioneller Fonts Vorbehalte gegen die Nutzung ihrer Schriften im Web: Die Schriften könnten herunter geladen und ohne Zahlung auf weiteren Seiten oder für den Print benutzt werden.

Genau das aber wird möglich, wenn der Font in einem Webverzeichnis liegt und durch die @font-face-Regel im Stylesheet gelinkt ist. Das Recht, die Schrift für Webseiten zu nutzen, ist bei kommerziellen Schriften noch selten vertreten. Typografen und Fontshops haben ihre individuellen EULAs (End User Licence Agreement) – auch für Free Fonts.

Also kommen jetzt, da wir endlich einen Großteil der Besucher mit der gewünschten Schrift erreichen können, Vorschläge für ein spezielles Webformat für Schriften. Tal Leming und Erik van Blokland von Type Supply wollen gar ein Alert für Schriften, die nicht für die Domain lizensiert wurden. Ich stelle mir gerade vor, dass dann ein Info-Panel für meine widerrechtlicht kopierten Bilder ebenfalls zur Debatte steht …

Fischen im Trüben

Freie Schriften

Die meisten freien Fonts sind dekorative Schriften, die nicht für die Nutzung als Brotschrift geeignet sind. Gute Schriften für den Fließtext sind Raritäten unter den frei verfügbaren Schriften, die professionellen Schriften dürfen nicht ohne Weiteres als Webfont genutzt werden.

Eine Zusammenstellung von hochwertigen Freefonts hat Vitaly Friedman auf drweb.de zusammengetragen.

Als es klingelte nachts, es war kurz vor halb zehn,
wurde niemand erwartet und niemand gesehen.
Doch dann sahn sie auf einer Urne zuletzt
eine fremde Erscheinung und waren entsetzt.

Pigiarniq

Aber auch Fonts aus dem großen Freeware-Kasten unterliegen dem Copyright des jeweiligen Designers und eine kommerzielle Nutzung sollte immer mit dem Typographen abgesprochen werden.

Webfonts von kernest.com

Eine Alternative zum Basteln mit unterschiedlichen @font-face-Regeln und der ganzen Problematik der Schrift-Lizensierung bietet kernest.com.

kernest.jpg
kernest.com hostet Webfonts unter verschiedenen Lizenzen, die für die eigene Seite sozusagen »gemietet« werden, darunter aber auch zahlreiche qualitativ hochwertige Fonts.

Der Webdesigner sucht sich eine Schrift aus und hat die Wahl zwischen freien Schriften und kommerziellen Schriften, die zwischen 15 bis 75 € pro Jahr kosten. Die Fonts bleiben auf dem Server von kernest.com und werden auf der eigenen Seite über das Stylesheet von kernest.com geladen.

Fonts on Demand … daran könnte ich mich gewöhnen, wenn ich dafür ordentliche Fonts, gut lesbar, passend und ohne großes Tata im Stylesheet für die Seite ergattern kann.

kernest.com


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Kommentare

  1. Dito!
    Wirklich sehr hilfreich. Ich wusste bisher gar nicht, dass es Unterstützt wird. *freu* x3

    Ich glaube demnächst wird ein Bericht von mir auf meiner Homepage folgend :D

    Kommentar by Akahito — 4. Oktober 2009 @ 18:07

  2. Finde es sehr wichtig das diese neuen Schriftarten unterstützt werden. Somit kann jeder seine Website individuell gestalten und darstellen.

    Kommentar by f.maiers — 26. Oktober 2009 @ 09:28

  3. Hey die Fonts habe ich auch mal bei mir drauf gemacht sehen nicht schlecht aus

    Kommentar by Mustafa Ulusoy — 29. Dezember 2009 @ 09:46

  4. DANKE für die tolle Erläuterung.
    Hier kann man die .ttf direkt in .oet umwandeln – online und sofort fertig:
    http://www.kirsle.net/wizards/ttf2eot.cgi
    gruß webe

    Kommentar by werner — 30. August 2010 @ 11:05

  5. Perfekt, WeBe! Das sieht ja super aus! Die Fonts kommen in Bewegung. Ich wollte auch mal irgendwann testen, ob man die Fonts auch in SVG benutzen kann, so habe ich jetzt einen Anstoß für kleine Experimente am nächsten freien Nachmittag.

    Kommentar by admin — 30. August 2010 @ 11:49

   
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